Wählerstrom-Analyse Nationalratswahlen 2017: Die Wähler sind in Bewegung


Akut

Noch nie gab es von einer Wahl zur nächsten so starke Verschiebungen. Mehr als 36 Prozent haben gestern einer anderen Partei ihre Stimme gegeben als 2013. Bei den letzten Nationalratswahlen waren es nur 30 Prozent. Zudem ist die Zahl der Nicht-Wähler um 300.000 Menschen gesunken. Die Wählerstrom-Analyse zeigt wie Wählerinnen und Wähler ihre Wahlverhalten von einer Wahl zur nächsten Wahl verändern, also ob sie von einer Partei zur anderen wechselt oder vom Wählen zum Nicht-Wählen wechseln. 

Die stets der gleichen Partei ihre Stimme geben nehmen ab und die, die Partei wechseln, nehmen zu.

Die ÖVP gewinnt und die Grünen verlieren

Woher kommen die Gewinne der Liste Kurz948.000 Wähler sind der ÖVP treu geblieben, 168.000 kamen von der FPÖ, 121.000 aus dem Lager der Nicht-Wähler, 114.000 kamen vom Team Stronach, 84.000 von den Grünen, 60.000 von den Neos, 44.000 vom BZÖ und 43.000 von der SPÖ.

Welche Wähler haben die Liste Pilz ins Parlament gebracht? 67.000 von den Grünen, 32.000 von der SPÖ, 31.000 von den Neos, 31.000 aus dem Lager der Nicht-Wähler und jeweils mehrere Tausend von anderen Parteien.

Wo sind die Wähler der Grünen geblieben? 147.000 sind bei den Grünen geblieben Aber sie haben fast zwei Drittel ihrer Stimmen von 2013 verloren. An Wen? 161.000 gingen an die SPÖ, 84.000 gingen an die ÖVP, 67.000 an die Liste Pilz, 57.000 an die Neos, 30.000 sind nicht wählen gegangen.

Wählerstrom-Analyse

Der ORF-Clip zeigt die Wählerstrom-Analyse der Nationalratswahlen 2017 zu ausgewählten Fragen.