IT: der unsichtbare Klimasünder? Wie grüne IT Umweltbelastungen reduzieren kann. - +43


Innovation

Die IT hat erhebliche Auswirkungen auf den Strom-, Energie- und Rohstoffverbrauch. Alleine schon durch die Erzeugung der unzähligen Hardware-Produkte und den hohen Energieverbrauch durch deren Herstellung und Verwendung. Dies zeigt sich auch im Ausstoß von Treibhausgasen wieder. Die Herstellung von Hardware zeichnet sich für ungefähr zwei bis fünf Prozent der Emission von Treibhausgasen verantwortlich. In Gegenüberstellung dazu hat der Flugverkehr nur einen Anteil von zwei Prozent. 

Unsichtbare Umweltbelastung

Das Angebot einer Vielzahl an IT-Dienstleistungen, die steigende Anzahl an Endgeräten und Nutzern und auch die dafür verlangte Geschwindigkeit mit gleichzeitig wachsenden Datenmengen und Speichervolumen, führten zu einer unfassbar großen Zunahme an Servern. Auch Cloud-Systeme scheinen flüchtig, nicht fassbar, zu sein. Jedoch um diese Mengen an Daten abzuspeichern, werden sehr leistungsstarke Rechner mit einem hohem Energieverbrauch benötigt. Diese vorhandene Umweltbelastung ist am Endgerät nicht ersichtlich und vielen Usern nicht bewusst.

Auch Cloud-Systeme scheinen flüchtig, nicht fassbar, zu sein. Jedoch um diese Mengen an Daten abzuspeichern, werden sehr leistungsstarke Rechner mit einem hohem Energieverbrauch benötigt.

Viel Lärm um nichts?

Der Energieverbrauch, aber auch die Anzahl und der Standort der Rechnerzentren von Google ist für den Suchmaschinenbetreiber heikel. Hat dieser doch lange nicht bekannt gegeben, wie hoch ersteres sei. Letzteres ist noch immer nicht bekannt. Laut Google benötigen die Datenzentren 2,3 Millionen Megawattstunden Strom. So viel wie eine Großstadt mit 200.000 Einwohnern verbraucht. Es gab auch einige Gerüchte, wie hoch der Stromverbrauch einer einzelnen Internetsuche ist. Google errechnete für eine Suchanfrage einen Verbrauch von 0,0003 Killowattstunden. Damit könnte eine 60-Watt-Glühbirne 18 Sekunden lang leuchten. Bei 100 Internet-Suchanfragen wäre das fast eine halbe Stunde. Bei heute fast 2,5 Milliarden Internetnutzern fallen alleine für simple Internet-Suchanfragen viel Energie an.

Grüne IT: Die Lösung aller Probleme?

Grüne Informatik berücksichtigt die Verträglichkeit mit der Umwelt. Sie trägt dazu bei die natürlichen Ressourcen zu schonen und ein weiteres Wachstum ihrer Inanspruchnahme zu bremsen. Diese soll durch eine Optimierung der Hard- und Software erzielt werden. Insbesondere unterstützt nachhaltige IT die Reduktion von Ressourcen, wie z.B. Silicium, Aluminium und Prozessoren, für die Herstellung von Speicherplatten. Aber zudem ist es auch notwendig schon bei der Entwicklung der Geräte die Verwendung und ihre Zerlegung in Materialarten nach dem Gebrauch mit zu bedenken. Sonst ist eine Verwertung unwirtschaftlich und sie werden verbrannt. Das ist eine Ressourcenverschwendung.

Zudem ist es auch notwendig schon bei der Entwicklung der Geräte die Verwendung und ihre Zerlegung in Materialarten nach dem Gebrauch mit zu bedenken.

Das kannst du tun!

Unsere Tipps deinen Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung im Hinblick auf die IT einfach im Alltag umzusetzen: Klicke auf das Bild um den Text zu sehen.

 

Arte-Video über Grüne IT 

Im Zuge des SRS-Forums für Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft in Paris im Mai 2016 hat Arte Future Francis Vivat, Informatikingenieur, über die Nachhaltigkeit in der Informationstechnologie interviewt.